Singen & Gesundheit

Wenn wir singen ist das Angstzentrum im Gehirn  automatisch blockiert. Für viele Menschen gehört es zum Alltag dazu  und eine Ganzheitliche Betrachtung lohnt sich. Durch die vertiefende Atmung wird jede Zelle optimal mit Sauerstoff versorgt. Beim Chanten passieren weitere unglaubliche Dinge in unserem Körper, dazu später. Singen kann befreien, macht Spaß und bei mir ist jede*r willkommen, auch diejenigen, die von sich behaupten, nicht singen zu können :-).

Carien Wijnen ist Ärztin, Heilpraktikerin, Gesangstherapeutin und Körperpsychotherapeutin. Seit 1986 unterrichtet sie die heilende und stärkende Wirkung von Tönen und Singen. Sie leitet das Institut für Ganzheitliche Stimmarbeit – und Gesangstherapie in Berlin (ISGT). Ich durfte ihre Schülerin sein und noch nie habe ich so eine Bandbreite von Möglichkeiten in einer Ausbildung erfahren. In eigenen Prozessen wurden mir viele Methoden und deren Wirken vertraut. Hier ist ein Ausschnitt ihrer Arbeit: PDF Carien, Ganzheitliche Stimmarbeit Ausführungen

Singen für die Seele, Beitrag im ZDF aus 2017: https://www.zdf.de/gesellschaft/sonntags/singen-fuer-die-seele-102.html

Wolfgang Friederich ist Arzt und leitet zum Singen seit Jahren in München an. Zusammen mit Wolfgang Bossinger hat er das Buch Chanten geschrieben. Auf seiner Homepage fand ich interessante gesundheitliche Aspekte zum Singen und habe diese mit Erlaubnis von ihm übertragen. Quelle: www.klangheilzentrum.de

Herz und Kreislauf Absenkung des Stressniveaus, deutliche Senkung des Blutdrucks, Verbesserung der Durchblutung des Herzens und damit erhöhter Schutz vor Herzinfarkt.

Glücks- und andere Hormone, Singen führt zu einer Verringerung von Angst-, Spannungs- und depressiven Zuständen, wirkt gegen Schmerzen verschiedenster Ursachen, auch z.B. Rheuma, fördert guten Schlaf und Anti-Aging und wirkt als Krebsprophylaxe, um nur einige weitere Wirkungen zu nennen. Dies wird möglich durch die vermehrte Produktion bzw. Ausschüttung von körpereigenen Hormonen, was sich bereits nach 15 Minuten Chanten im Blut nachweisen läßt. Zu diesen Stoffen gehören u.a.:
◾Endorphine („Glückshormone“),
◾Melatonin („Besser-Schlafen-/Jungbrunnen-Hormon“),
◾Oxytocin („Schmuse-Bindungshormon“, Angstlöser),
◾DHEA („Jugendhormon“),
◾Immunglobulin A (Krankheitsabwehr, Krebsabwehr).

Bemerkenswert ist, dass Singen eine tatsächliche Vermehrung dieser Stoffe bewirkt – im Gegensatz zur Einnahme solcher Stoffe etwa in Tablettenform, was zwar kurzfristig zu einer Erhöhung der Hormonspiegel führt, längerfristig aber die körpereigene Produktion herabsetzt.

Mozart und Intelligenz:
Die positive Wirkung von Musik auf Intelligenz und Konzentration („Mozart-Effekt“) sowie auf die emotionale und soziale Kompetenz ist in den letzten Jahren vielfach beschrieben worden. Offensichtlich wird sie durch das entspannte Singen noch weit übertroffen. Ergebnisse der Gehirnforschung zeigen, wie durch Chanten die Neubildung und Ausbreitung ganzer neuronaler Netze stimuliert wird.
Die beschriebenen Effekte können schon nach einmaligem entspannten Singen beobachtet werden. Nachhaltige Veränderungen wie z.B. Blutdrucksenkung, Schlafförderung oder Krebsprophylaxe stellen sich allerdings oft erst mit einer regelmäßigen „Anwendung“ des Heilmittels Chanten ein.

„Das Singen wirkt unterstützend und ersetzt keine Ärzt*in oder Heilpraktiker*in.“ Martina Kurr